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21.11.2021 23:26 - Achim Zwick
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Bezirksliga Nord: FC Günzburg - TSV Meitingen 3:1 (2:1)

VON NICOLAI VRAZIC

Günzburg/Meitingen „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“ Auf den TSV Meitingen könnte nach der 1: 3-Niederlage gegen den FC Günzburg keine bessere Floskel passen, als die von Ex-Nationalspieler Andi Brehme.

Die meisten konnten ihre Enttäuschung nicht mehr verbergen. Tränen flossen. Die Köpfe hingen. Der TSV Meitingen hatte trotz mit Abstand bester Leistung in den vergangenen Wochen die nächste Niederlage einstecken müssen. Mit 3: 1 (2: 1) verloren die Lechtaler beim FC Günzburg. Einen großen Anteil daran hatte Günzburgs Schlussmann Matthias Möhnle, der einen wahren Sahnetag erwischte.

Zwar gibt es im Amateurfußball leider keine offiziellen Statistiken wie in der Bundesliga, doch am Ende zählte man 5: 14 Großchancen. Während der FC Günzburg von seinen fünf stolze drei verwandelte, verzweifelten die Gäste an Möhnle.

Denn die zweite personelle Veränderung auf der Trainerposition mit Ex-Spieler Christoph Brücke hatte seine volle Wirkung entfaltet. Der TSV Meitingen spielte wie ausgewechselt. Nichts mehr erinnerte an die vergangenen Wochen der Tristesse. So hatte bereits in der dritten Minute Mateo Duvnjak die erste Chance, als er Möhnle zu weit vor seinem Tor stehen sah. Der FC-Keeper konnte den langen Ball über ihn aber gerade noch erlaufen. Gegen Barbaro Casamayor-Bell parierte TSV-Schlussmann Luca Peuser stark (15.).

Ein individueller Fehler von Marcus Gärtner ließ die ausgeglichene Partie plötzlich zu Gunsten des FC Günzburg kippen. Maximilian Lamatsch lief nach einem langen Ball völlig alleine aufs Tor zu, umkurvte Peuser und schob zur 1: 0-Führung ein (17.). Die Reaktion des TSV Meitingen ließ aber ebenfalls nicht lange auf sich warten. Erst scheiterte Duvnjak aus kürzester Distanz (21.), dann glänzte Möhnle erstmals gegen Denis Buja (23.). Auch in der 32. Minute scheiterte Buja aus der Drehung an Möhnle, wie auch Duvnjak sechs Minuten später (36.). Durch unglückliches Einsteigen im Strafraum von Emanuel Zach an Lamatsch, der daraufhin mit einer Arm-Verletzung ausgewechselt werden musste, erhöhten die Gastgeber nach verwandeltem Strafstoß durch Julian Bergmair auf 2: 0 (43.). Das Spiel aber machte weiterhin der TSV Meitingen. Aus seinem Fehler zu Beginn hatte Möhnle anscheinend nichts gelernt: Vom Abstoß an lupfte Buja die Kugel aus 30 Meter über den zu weit vor dem Kasten stehenden Keeper zum 2: 1 ins Tor (44.).

Was sich in der zweiten Hälfte abspielte, sorgte zurecht bei einigen Spielern für Tränen. Gleich zwei Mal scheiterte Buja, erst akrobatisch aus der Drehung (49.), dann per Kopf aus kürzester Distanz an Möhnle (55.). Doppelchance auch in der 58. Minute: Erst scheiterte erneut Buja per Kopf an Möhnle, dann wuchtete Xhevalin Berisha aufs Gehäuse der Gastgeber, doch die klärten im Verbund auf der Linie. Auch Michael Meir (61.) und Lukas Erhard verfehlten (62.).

Nach kurzer Verschnaufpause und einem Freistoß von Casamayer-Bell, den Peuser entschärfte (67.), das nächste Offensivspektakel der Gäste. Wieder konnte ein Kopfball von Meir auf der Linie geklärt werden (75.). Möhnle packte noch einmal eine Glanztat gegen Buja aus (84.). In der Nachspielzeit erhöhte Günzburg nochmals glücklich auf 3: 1. Peusers Faustabwehr prallte Bergmair so gegen den Kopf, dass die Kugel im kurzen Eck einschlug (90.+1).

FC Günzburg: Möhnle, Megyes, Bunk, Hepp, Lamatsch (43. Bronnhuber), Tress (82. Buchta), Bergmair, Casamayor-Bell, Fuchs, Wahl, Ferner (52. Bandlow).

TSV Meitingen: Peuser, Fichtner, Berisha (83. Gassner), Ranitovic, Heider, Duvnjak, Erhard (73. Lettrari), Zach, Meir, Buja, Gärtner.

Tore: 1: 0 Lamatsch (17.), 2: 0 Bergmair (Foulelfmeter/43.), 2: 1 Buja (44.), 3: 1 Bergmair (90.+1). – Schiedsrichter: Marco Häring. – Zuschauer: 80.